Benutzerhandbuch

Feld-App

Im Feld braucht es große Buttons und null Reibung. Die Feld-App ist eine PWA: Sie wird aus dem Browser installiert, ohne Store, und trägt Logo und Namen deiner Organisation.

Installieren

Die Installation hängt vom Browser ab, und das Panel zeigt dir die Anleitung, die zu deinem passt:

Verschiebst du es auf später, drängelt der Vorschlag nicht: Er bleibt zwei Wochen lang ausgeblendet.

Icon und Name der installierten App sind die deiner Organisation, aus der Marke im Profil — mit dem Vorbehalt, dass die Icons nur aus einem Rasterlogo erzeugt werden; bei einem SVG greifen die Standard-Icons. Installierst du die App von den Feld-Seiten aus, öffnet sie sich direkt im Feld statt im Panel.

Wie sie sich öffnet

Die Feld-Seiten liegen unter einer eigenen Adresse, /field/ gefolgt vom Slug deiner Organisation — demselben, der auch in der Adresse des Panels steht. Anmeldung ist nötig: Du kommst mit deinen eigenen Zugangsdaten hinein, wie im Panel.

Der praktische Rat: einmal vom Telefon aus öffnen, die App von dort installieren und danach immer das Icon nutzen. Die von den Feld-Seiten aus installierte App öffnet sich direkt im Feld, ohne Umweg über das Panel. Alternativ funktioniert es genauso gut, die Adresse in den Lesezeichen des Telefons zu behalten.

Der Tag in der Tasche

Die Checkliste der Feld-App auf dem Telefon, mit großen Schaltflächen Die Schaltflächen sind absichtlich groß: Man benutzt sie mit Handschuhen und in der Sonne. Jeder abgehakte Punkt bleibt mit Name und Uhrzeit signiert.

Die Startseite zeigt den SOS-Button und darunter die heutigen Missionen: Code und Titel, Wetterampel, Zeiten in der Zeitzone der Organisation, Adresse, ODO-Protokoll, Drohnen und den Stand der Checklisten auf einen Blick.

Von dort öffnest du die Mission und arbeitest an den Checklisten: Die Punkte werden mit großen Buttons abgehakt, einer pro Tipp, und in den Phasen Vorflug und vor dem Start stehen die automatischen Systemprüfungen bereits obenan. Die Unterschrift setzt eine vollständige Checkliste voraus. Die Unterschrift des Nachflugs löst die Folgeaktionen aus — Akkus und Ausrüstung wechseln zurück auf „zu laden“ — und erlaubt es, eine Anomalie zu melden, die eine Wartung oder einen Vorfall an der gewählten Drohne eröffnet.

Im Reiter Akkus sind die Packs nach Drohne gruppiert, mit Status, Zyklen und Stunden, und es gibt einen Button, um eine Ladung zu erfassen. Gut zu wissen: Dieser Button erfasst per Konvention eine Ladung von einer Stunde, keine gemessene Dauer; brauchst du den genauen Wert, erfasse die Ladung im Panel mit Beginn und Ende.

Unter Ausrüstung siehst du, wer welches Teil in Obhut hat: Du nimmst in Obhut, was frei ist, und gibst zurück, was du selbst hast. Unter Senden öffnet jeder Live-Kanal die Bodycam-Seite über einen signierten Link, der acht Stunden gültig ist.

Beobachter können die Feld-Seiten ansehen, aber keine Aktionen ausführen. Die einzige, bewusste Ausnahme ist das SOS: Das darf jeder drücken, der im Feld steht.

SOS

Der rote Button ganz oben auf der Startseite fordert Hilfe vom Einsatzraum an — also von den Inhabern und Administratoren der Organisation. Es braucht zwei Tipps: drücken, bestätigen, und wenn du magst, eine Nachricht ergänzen. Es ist keine lange Geste und kein langes Gedrückthalten, denn mit nassen Handschuhen misslingen Gesten.

Zusammen mit der Anforderung geht die Position hinaus, sofern das Telefon sie innerhalb von zehn Sekunden freigibt. Wird das GPS verweigert oder antwortet es nicht, geht das SOS trotzdem ohne Koordinaten hinaus, und die App sagt es dir: lieber ein Alarm ohne Position als gar kein Alarm. Der Einsatzraum bekommt den Hinweis in der Glocke, per Push und — für alle mit hinterlegter Nummer — per SMS mit einem Link auf die Karte.

Das gehört klar gesagt, und es steht auch in der App: Es ersetzt weder die 112 noch die Rettungsdienste. Es ist das Senden einer Position und eines Hilferufs an die Verantwortlichen deiner Organisation. Bei einem echten Notfall ruft man die 112.

Flüge vom Telefon synchronisieren

Der Reiter Sync ist trotz seines Namens keine Synchronisierungs-Warteschlange, sondern ein Importeur für Flugprotokolle. Du wählst die Drohne einmal, suchst die Log-Dateien auf dem Telefon aus und lädst sie hoch: Sie werden ins Flugbuch importiert, und zu jeder siehst du das Ergebnis — importiert, mit Dauer, maximaler Höhe und minimalem Akkustand; schon vorhanden; oder Fehler mit Begründung.

Es lassen sich bis zu 40 Dateien auf einmal hochladen, als CSV oder Track-Log (DJI, Litchi, AirData-Exporte). Ein erneutes Hochladen derselben Dateien erzeugt keine Duplikate.

Nicht zu verwechseln mit der Android-App Dronetrake Sync (dronetrake.com/sync), die etwas anderes ist: Sie liest die nativen DJI-Flight-Records von der Fernsteuerung oder vom Telefon und lädt sie von selbst hoch, Telemetrie mit 10 Hz inklusive. Dieser Reiter ist der manuelle Importeur innerhalb der Feld-App.

Push-Benachrichtigungen

App und Panel können Push-Benachrichtigungen empfangen: Kanal geht live, Akku-Alarme, SOS, Fälligkeiten des Tages, Antwort auf ein Ticket. Aktiviert werden sie mit einem unaufdringlichen Button beim ersten Zugriff; die Berechtigung erfragt der Browser, und du kannst sie jederzeit widerrufen. Ohne Push bleibt trotzdem alles in der Glocke.

Konnektivität: was dich erwartet

Die Feld-App funktioniert auch ohne Netz, aber du solltest genau wissen, in welchen Grenzen: Der Unterschied zwischen „in Warteschlange“ und „gespeichert“ ist der Punkt, bei dem es kein Missverständnis geben darf.

Bereits gesehene Seiten bleiben lesbar. Mit Netz siehst du immer den frischen Stand vom Server; ohne Netz liefert dir die App die letzte Fassung, die du geöffnet hattest. Ein Bildschirm, den du nie mit Netz geöffnet hast, hat keine Kopie im Speicher, und an seiner Stelle erscheint die Seite „Du bist offline“, mit einem Button zum erneuten Versuchen und einem für Zurück zu Heute.

Vorgänge landen in der Warteschlange. Ohne Netz scheitern das Abhaken eines Checklistenpunkts, das Unterschreiben, das Anlegen einer neuen Checkliste, das Erfassen einer Akkuladung und das Übernehmen oder Zurückgeben eines Ausrüstungsteils nicht: Sie bleiben in einer lokalen Warteschlange auf dem Telefon. Und man sieht es: Der Punkt bekommt einen gestrichelten Haken und die Kennzeichnung „In Warteschlange“, der Button wird deaktiviert, und oben auf der Seite erscheint der Zähler — „1 Vorgang in der Warteschlange“ oder „:n Vorgänge in der Warteschlange“ — mit dem Hinweis, dass sie noch nicht auf dem Server gespeichert sind.

Das ist die Regel, die im Code steht, und sie ist es wert, wiederholt zu werden: Solange etwas in der Warteschlange steht, ist es nicht gespeichert. Erst wenn das Netz zurück ist und der Server bestätigt, lädt die Seite neu und zeigt dir den echten Stand — nicht die optimistische Annahme der App.

Wiederholen ist sicher. Jede Aktion bringt ihren eigenen Schlüssel mit, und ein Vorgang, den der Server bereits ausgeführt hat, wird nicht noch einmal ausgeführt: Die Warteschlange kann so oft neu anlaufen, wie es nötig ist, ohne eine Akkuladung oder eine Übernahme zu verdoppeln. Wird ein Vorgang vom Server abgelehnt, stoppt er nach drei Versuchen und wird als „Fehlgeschlagen — zum Verwerfen tippen“ markiert: Er wird weder endlos wiederholt noch versteckt, du verwirfst ihn und machst ihn von Hand neu. Ist inzwischen die Sitzung abgelaufen, sagt die App es dir und bittet dich, dich mit Netz wieder anzumelden, um die Warteschlange zu leeren.

Zwei Dinge gehen bewusst nie in die Warteschlange. Das SOS: Ein Hilferuf, der auf Empfang wartet, ist gefährlich, also scheitert er ohne Netz laut und vernehmlich, und man wechselt auf den Satellitenweg. Und der Upload der Flugprotokolle, der die Dateien selbst braucht: In die Warteschlange passen Dateien nicht.

Online bleibt auch die Übertragung, die naturgemäß Bandbreite will. Die Bodycam verkraftet ein wackeliges Netz allerdings gut: Während der Übertragung verbindet sie sich von selbst neu, sobald das Signal zurück ist, und sie hält den Bildschirm an, solange sie sendet.

Ein letzter technischer Hinweis: Die Warteschlange lebt im lokalen Speicher des Browsers. Ist dieser Speicher nicht verfügbar — privates Surfen, sehr restriktive Browser —, tut die App nicht so als ob: Der Vorgang scheitert mit einer klaren Meldung, statt einen Haken zu zeigen, der ohnehin wieder verschwinden würde.