Erste Schritte
Wo darf man fliegen
Die Regeln, die immer gelten
In der offenen Kategorie:
- fliegst du höchstens 120 Meter über dem Boden;
- bleibt die Drohne immer in Sichtweite des Piloten (man sagt VLOS);
- nie über Menschenansammlungen;
- hältst du die Abstände deiner Unterkategorie: in A1 ohne absichtlich Personen zu überfliegen (mit einer C0 auch über einzelne Personen), in A2 30 Meter von Personen (5 Meter im Langsamflug), in A3 150 Meter von Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten, und ohne unbeteiligte Personen zu gefährden.
Die geografischen Gebiete
Nicht überall darf man fliegen, auch wenn man die Regeln oben einhält. § 21h der Luftverkehrs-Ordnung legt die geografischen Gebiete fest, in denen der Betrieb verboten oder nur unter Bedingungen erlaubt ist. Die wichtigsten, mit den Abständen aus dem Gesetz:
- Flugplätze: 1,5 Kilometer Abstand zu Flugplätzen, 1 Kilometer zu Flughäfen, dazu die Kontrollzonen der Flugsicherung.
- 100 Meter Abstand zu Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.
- 100 Meter Abstand zu Industrieanlagen, Kraftwerken, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Krankenhäusern und den Sitzen von Verfassungsorganen und Behörden.
- Unglücksorte und Einsatzorte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften.
- Wohngrundstücke: nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Eigentümers oder Bewohners, oder mit einer Drohne bis 250 Gramm, die weder Bild noch Ton aufzeichnen oder übertragen kann, oder in mindestens 100 Metern Höhe. Ohne Zustimmung gilt außerdem: nicht zwischen 22 und 6 Uhr.
- Naturschutzgebiete und Nationalparks: nur unter engen Bedingungen, unter anderem in mehr als 100 Metern Höhe.
Die Karte von DIPUL, der digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt des Bundes, zeigt alle diese Gebiete: das Map Tool ist kostenlos und braucht kein Konto.
Das Wetter
Wind, Regen und Temperatur zählen mehr, als man denkt: das Handbuch deiner Drohne sagt, in welchen Grenzen sie fliegen kann.
Auf Dronetrake, ab sofort. Jede Mission hat ihre Karte, mit den Geozonen darüber. Für Deutschland lädst du die Datei der geografischen Gebiete von DIPUL herunter, kostenlos, als GeoJSON oder ED-318, und lädst sie unter Einsätze → UAS-Geozonen hoch: die Seite sagt dir, wo du sie bekommst, und meldet sich, wenn sie alt ist. DIPUL erneuert die Daten alle 28 Tage. Auf der Karte sind die Zonen farbig: rot verboten, orange mit Genehmigung, gelb mit Bedingungen. Die Mission hat auch das Wetter mit einer Ampel für das Flugfenster, und der Flugplan sagt dir, ob die Route das Gebiet verlässt oder die Höhe überschreitet.
Quellen: § 21h LuftVO · DIPUL, geografische Gebiete · EASA, die offene Kategorie.