Benutzerhandbuch

Live-Streaming

Die Hausregel: Die Minuten zählen auf dem Kanal, der sendet, nie auf den Zuschauern. Zehn Personen, die zuschauen, kosten so viel wie eine.

Kanäle

Ein Kanal ist eine Videoquelle: eine Drohne oder eine Bodycam. Die Anzahl der Kanäle hängt vom Plan ab; die inkludierten Monatsminuten werden nur verbraucht, wenn ein Kanal sendet. Jede neue Organisation startet mit 60 Willkommensminuten, um alles auszuprobieren. Sind die Minuten aufgebraucht, startet keine Übertragung mehr (eine laufende wird nie gekappt): Nachschub gibt es mit dem höheren Plan oder mit Paketen, die nie verfallen.

Von der Drohne senden

Jeder Drohnen-Kanal hat eine stabile RTMP-Adresse mit eigenem Schlüssel (?key=…): Du fügst sie ein einziges Mal in die Flug-App des Herstellers ein, und sie bleibt gültig, bis du den Schlüssel neu generierst. Auf DJI-Enterprise-Drohnen, die über die Cloud API verbunden sind, startet der Livestream mit einem Klick aus der Plattform: Die Adresse erreicht die Fernsteuerung von selbst, im Feld tippt niemand etwas ein. Unterstützt werden auch SRT, WHIP und RTSP.

Die Bodycam ist das Telefon

Von der Seite Übertragen (oder aus dem Kanal-Dialog) scannt der Operator einen QR-Code mit dem Telefon: Der Browser wird zur Bodycam — keine App zu installieren, der Bildschirm bleibt an, automatische Wiederverbindung, GPS-Position sichtbar in der Zentrale. Der Link ist signiert und läuft von selbst ab.

Die Live-Zentrale

Alle Feeds der Mission — Drohne und Personen am Boden — in einer einzigen Live-Einsatzzentrale, mit WebRTC-Latenz und der Position der Bodycams auf der Karte. Ist der Kanal einer aktiven Mission zugeordnet, fließt die Session von selbst in deren Akte ein.

Zuschauer einladen

Jeder Kanal hat seine eigenen Einladungen: persönliche, widerrufbare Links mit Ablauf. Der Eingeladene schaut im Browser ohne Konto zu und erhält, wenn du willst, die automatische Benachrichtigung, sobald du live gehst. Für den Auftraggeber oder die Einsatzleitstelle ist es ein einfacher Link.

Viele Zuschauer, gleiche Qualität

Wie hält ein Livestream zehn oder hundert Zuschauer aus, ohne schlechter zu werden? Weil das Feld nur einmal sendet. Die Drohne (oder die Bodycam) schickt einen einzigen Stream an unseren Medienserver in Europa: Das ist die einzige Strecke über das Mobilfunknetz im Feld — und sie ändert sich nicht, ob eine Person zuschaut oder hundert.

Die Verteilung passiert auf dem Server: Jeder Zuschauer bekommt eine identische Kopie des Originalstreams, mit der Bandbreite unserer Infrastruktur — nicht der der Drohne. Das ist kein Gruppen-Videocall, bei dem jeder weitere Teilnehmer stärkere Kompression erzwingt und die Qualität für alle sinkt: Es ist Eins-zu-viele-Verteilung, wie Fernsehen. Beim Zuschauer kommt immer genau die Qualität an, die das Feld gesendet hat.

Die einzige echte Grenze ist die Verbindung im Feld: Schafft das 4G der Drohne 5 Mbit/s, sehen alle diese 5 Mbit/s — egal wie viele. Genau deshalb können wir es uns leisten, Zuschauer nie mitzuzählen.

Öffentliche Events

Für Hochzeiten, Rennen und Veranstaltungen gibt es den Event-Modus (Plan Ops): öffentliche gebrandete Seite mit Countdown, HLS-Auslieferung, die auf Hunderte Zuschauer skaliert, QR-Tischkarten zum Drucken mit einem Klick, mehrere Kamerabilder mit von dir gewählten Namen und die Regie-Konsole — das Publikum folgt der Quelle, die du „auf Sendung“ schaltest. Die ans Publikum ausgelieferten GB haben ein monatliches Freikontingent und eigene Pakete.

Aufzeichnungen

Sessions werden verschlüsselt mit einem Schlüssel deiner Organisation aufgezeichnet: Niemand kann sie öffnen außer dir. Heruntergeladen werden sie aus dem Panel, dabei direkt entschlüsselt.